Chronik: 1990 - 1999

Auf Jugendarbeit setzen und „kleinere Brötchen backen“ - 1990 - 1999

In der Saison 1990 und 1991 kann die erste Mannschaft die Spielklasse Landesliga halten, nicht zuletzt durch die schon traditionell gute Jugendarbeit. Im „LSC-Kurier“ vom September 1991 schildert der damalige Vorstandsvorsitzende Hans Hager so:

Natürlich war und ist die Situation, in der sich unsere 1. Mannschaft nun schon seit Jahren befindet, für uns nicht befriedigend. Der große Durchbruch ist uns, aus welchen Gründen auch immer, nicht gelungen. Doch wenn wir das „große Rennen“ um Spieler, das mittlerweile schon in den B-Klasse-Vereinen beginnt, nicht mitmachen wollen und zum Teil auch können, dann müssen wir uns darüber im Klaren sein, dass wir uns mittel- und langfristig auf das „kleinere Brötchen backen“ beschränken müssen. Die Zeiten, wo ein junger Spieler aus einer unteren Klasse zum LSC geht, nur um sich sportlich weiter zu entwickeln, sind, von wenigen Ausnahmen abgesehen, vorbei. Von den Vereinen, die keine oder nur ungenügende Jugendarbeit leisten, wird das gesamte Umfeld durch das Locken mit hohen Handgeldern verpestet. Es gibt sogar Beispiele, wo sich diese sogenannten Vereine, die nur eine Mannschaft zum Spielbetrieb melden und nicht einmal eine zweite Mannschaft, geschweige denn eine Jugendmannschaft besitzen, unbestraft erlauben können, Jahr für Jahr Spieler von anderen Vereinen abzuwerben. Im Gegenteil, sie werden noch in der Öffentlichkeit überschwänglich gefeiert, wenn sie mit den „zusammengekauften“ Spielern die Meisterschaft erringen und als Meistermacher gelobt. Hoffentlich kommen da die vielen Vereine, die unentwegt ordentliche Jugendarbeit leisten und trotzdem auf keinen „grünen Zweig“ kommen, nicht auf den Gedanken, das gleiche zu tun. Die Folgen für den (noch) Volkssport Nummer eins Fußball wären schwerwiegend. Es könnte sogar  so weit führen, dass nur noch Privatmannschaften als Hobby einzelner Sponsoren aufliefen. Die Arbeit für und mit der Jugend ist für diese sogenannten Vereine ja nur Ballast und nicht rentabel.

Diesem, von Hans Hager geschilderten Trend zu folgen, hielt der Vorstand des LSC zu Recht unverantwortlich gegenüber dem Verein und den Mitgliedern. So wurde weiter auf die erfolgreiche Jugendarbeit gesetzt. Mit dieser Jugend und einem gegründeten „Förderkreis der 1. Mannschaft“ wurde also an den Vereinszielen „Jugendarbeit“ und „Erfolge der 1. Mannschaft“ weiter gearbeitet.

Die Jugendsportwerbewochen, die der LSC seit vielen Jahren zum Saisonende mit Turnieren für Mannschaften aller Altersklassen austrägt, sind mit die größten Jugendveranstaltungen in Ludwigshafen. Höhepunkt dieser Wochen ist das internationale B-Juniorenturnier, das neben der Auswahlmannschaft aus Budapest, die bereits seit 1983 an den Turnieren teilnimmt, mit dem RFC Xerxes und Fos-sur-Mer aus Frankreich, SR Hoenheim aus den Niederlanden oder der Auswahl Liechtenstein weitere internationale Gäste begrüßen durfte.

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