Chronik: 1980 - 1989

Höhen und Tiefen - 1980 - 1989

Auch die 80er-Jahre standen unter dem Stern der guten Jugendarbeit beim Ludwigshafener SC. In der Saison 1980/81 holte die B1-Jugend des LSC souverän die Meisterschaft mit 45:7 Punkten und 102:23 Toren in der höchsten Spielklasse und wurde Bezirksmeister.

1981: B1-Jugend - Bezirksmeister Saison 1980/81
stehend v.l.: Betreuer v.Loosen, F.Mehlmer, W.Förster, H.Schleicher, D.Förster, J.Grillenberger, M.Grabler, S.Thullen, Trainer W.Keller
vorne v.l.: U.Thomen, D.Wenzel, T.Münzenberger, K.Glück, M.Drese

Ebenfalls Bezirksmeister und damit Teilnehmer um die südwestdeutsche Meisterschaft wurde die C1-Jugend mit dem sagenhaften Ergebnis von 41:3 Punkten und 102:6 Toren.

1981: C1-Jugend - Bezirksmeister Saison 1980/81
stehend v.l.: Betreuer E.Nicklis, R.Nicklis, U.Pohl, J.Walker, T.Haun, R.Folz, G.Kindler, Trainer H.Laudenbach
vorne v.l.: T.Korin, A.Lang, W.Tag, M.Stephan, J.Klein, U.Gregori, N.Uglorz

Bei all den vielen hervorragenden Ergebnissen in der Jugendabteilung des LSC musste der Verein aber auch gewaltige Nackenschläge verkraften. In einem Artikel im Mannheimer Morgen, Ende September 1984 lautete die Schlagzeile: „Rücktritte im LSC-Vorstand – fünfstelliger Betrag angeblich unauffindbar“. Weiter heißt es: In die tiefste Krise seiner 59-jährigen Vereinsgeschichte ist der Ludwigshafener SC geraten. Der zweithöchste Ludwigshafener Fußballverein, der in der Verbandsliga Südwest trotz zahlreicher Spielerabgänge eine gute Rolle spielt, steht sieben Wochen nach Saisonbeginn ohne ersten Vorsitzenden da, musste seinen Ehrenvorsitzenden Hermann Schäfer als kommissarischen Vereinschef „reaktivieren“ und ist in seinen Büchern auf der Suche nach einem fünfstelligen Betrag – so ein Insider -, der angeblich „spurlos verschwunden“ ist. Schäfer hat sich mittlerweile daran gemacht, die Bücher und Belege zu prüfen und Licht in den „Nebel von Verdächtigungen, Mutmaßungen und Vorwürfen“ zu bringen, die mittlerweile im LSC-Vorstand zwei weitere Mitglieder zum vorzeitigen Ausscheiden veranlassten.....

Hermann Schäfer hat es der LSC zu verdanken, dass der Verein diese schlimme Krise überstanden hat. Spontan erklärte er sich bereit, das bereits vor zwölf Jahren abgelegte Amt des ersten Vorsitzenden und die Verantwortung in dieser schwierigen Situation zu übernehmen. In kurzer Zeit gelang es dem LSC, unter seiner Führung und mit seiner Energie, seiner Tatkraft und seiner Güte, den wankenden Verein wieder auf die Füße zu stellen.

Die Finanzen wurden konsolidiert, der „Club der Alten im LSC“ wurde März 1985 geboren, die Damen-Gymnastikgruppe wurde im September 1985 gegründet und der „LSC-Kurier“ wurde wieder herausgebracht. Im Heft 1 vom August 1985 schrieb Hermann Schäfer:

Leider konnte Hermann Schäfer die Feier zum 60-jährigen Jubiläum des LSC am Samstag, 19. Oktober 1985 nicht mehr miterleben – Ein großes LSC-Herz schlug nicht mehr....

Hans Hager, der stellvertretende Vorsitzende übernahm nun die Führung des Vereins und wurde in der Mitgliederversammlung am 21. März 1986 als 1. Vorsitzender bestätigt.

Ein Verein kann ohne die im Hintergrund arbeitenden Leute nicht bestehen. Viele sind es, die viel Freizeit für den LSC opferten und sich großartig für den Verein engagierten. Das sind eben die echten LSC’ler! Ohne die Leistung anderer zu schmälern, hier einige Beispiele:

Leo Trautsch

Leo Trautsch, der auch auf den Namen Hans Albers oder Stuntman hört, bekannt durch sein Lied „Braun gebrannt wie’n Hottentotte“ begeisterte in den 80er-Jahren nicht nur als Büttenredner, er übernahm auch spontan das Amt des Betreuers der 1. Mannschaft, als der unvergessene Erich Kühn nicht mehr da war. Viele meinen, sie müssten, wenn sie Verantwortung übernehmen, verzichten. Leo beweißt das Gegenteil, er engagiert sich, macht Spaß, diskutiert, ist tolerant, hält den Laden zusammen und lebt dadurch, indem er auf andere Menschen wirkt.

Ruth und Hans Laudenbach

Wer kennt sie nicht? Die Schaffer vom LSC. Egal, ob am wohl bekanntesten Würstchenstand der Verbandsliga oder auf dem heiligen Rasen des Hochfelds, Ruth und Hans Laudenbach sind immer im Einsatz. Dank seiner unermüdlichen Arbeit ist die Rasenqualität in der Nähe vom berühmten Wembley und weit entfernt vom Hoppelfeld des Berliner Olympiastadions anzusiedeln. Ruth Laudenbach sorgt für die Gaumenfreuden der LSC-Zuschauer. Es liegt bestimmt nicht an "Weck, Worscht und Woi", dass so wenig Zuschauer in den 80er-Jahren den Weg zum LSC finden.

Franz Seitz

Wer kennt ihn nicht, „de Seitze Franz“? Was dieser Mann für den LSC geleistet hat, kann man weder aufzählen noch beschreiben. Trotzdem wird der Versuch unternommen, ihm wenigstens ein paar Zeilen zu widmen. Viele Jahre war er in der Jugendabteilung als Trainer und Betreuer tätig und wenn ein Schiedsrichter bei den Schülermannschaften ausfiel, sprang Franz natürlich in die Bresche und griff zur Trillerpfeife (meistens gingen die LSC-Buben dann als Sieger vom Platz, er versuchte ja immer „neutral“ zu sein). Mit der Platzkassierung befasste er sich seit 1950. Unzählige Reparaturen hat Franz Seitz auf dem LSC-Gelände ausgeführt und fast 10 Jahre lang oblag ihm die Nachtwache während der Sportwerbewochen.

Auch wenn die 1. Mannschaft nicht mehr die Erfolge der 60er-Jahre hatte, die Zuschauer schon fast einzeln mit Handschlag begrüßte werden konnten – der Verein „lebte“. Die Spieler trafen sich nicht nur zu Training und Spiel sondern unternahmen gemeinsame Fahrten. Die 1. Mannschaft und die 1b schloss mit Fahrten nach Mallorca oder Ibiza die Saison ab, die B-Jugend knüpfte Kontakte zu Ungarn und nimmt seit 1983 an Turnieren in Budapest teil, der Gegenbesuch der Auswahl Budapest erfolgt zu unseren Sportwerbewochen, die A1 fährt nach Lloret de Mar, die AH macht Ausflüge ebenso wie die Gymnastikgruppe und die neu gegründete Wandergruppe findet guten Zuspruch. Auch der „Club der Alten“ ist unterwegs, sei es zum Besuch im Bundestag, einem Treff im Wochenendhaus von Gerhard Sandreuther oder zu einem Urlaub im Bayrischen Wald. All dies stärkte das Gefühl der Zusammengehörigkeit und wirkte sich auch positiv auf die sportlichen Leistungen ab.

Am Sonntag, 17.5.1987 16:30 Uhr pfiff Schiedsrichter Föckler die Partie der LSC 1b gegen den SV Pfingstweide ab. Mit 5:1 wurde der Tabellendritte besiegt und man war am vorletzten Spieltag mit 4 Punkten Vorsprung Tabellenführer der B-Klasse, damit Meister und die LSC 1b stieg wieder in die A-Klasse auf. Im Vorjahr bereits Pokalsieger, 1987 Meister, ungeschlagen mit 119:30 Toren, oder mit Worzzel’s (Hans Fless) Worten zu sagen – „mir sin die bescht B-Klasse-Mannschaft Deutschlands.

Schmerzlich dagegen der Abstieg der 1. Mannschaft in die Bezirksliga, die zahlreiche, auch langfristige Verletzungen, Einberufung von Spielern zur Bundeswehr, aber auch mangelnde Einstellung von einigen Spielern nicht verkraften konnte.

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