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Chronik: 1970 - 1979

Die Jugend "Top", aber die 1. Mannschaft... - 1970 - 1979

Mit dem Abstieg aus der Regionalliga war für den LSC der Abschied vom bezahlten Fußball besiegelt. Man hatte erfahren müssen, dass man finanziell nicht mithalten konnte. Nach Einführung der Bundesliga zeichnete sich sehr bald der Weg der unterklassigen Vereine ab. Stufenweise verloren diese Vereine ihr Zuschauerkontigent mehr und mehr. Wegen chronischer Finanzknappheit wurde man immer weiter in die Hände von Sponsoren getrieben. Beim LSC sah die Zuschauerentwicklung so aus: In der Erstklassigkeit lag der Schnitt zwischen 4000 und 5000 und in der Spitze gar zwischen 7000 und 8000 Zuschauern. In der Zweitklassigkeit, der Regionalliga, war man froh, wenn 1000 Zuschauer kamen. Als man dann 1968 aus der Regionalliga abstieg, verblieb noch ein Rest von ganzen 500 Getreuen. Und der Abwärtstrend setzte sich weiter fort.

Qualifizierte Spieler konnten auf Dauer nicht mehr gehalten werden. Man musste sehen, wie man mit seinen Möglichkeiten sich im Amateurlager so lange wie möglich oben halten konnte. Letztlich empfanden die LSC-Verantwortlichen diese neue Situation eher als Erleichterung. Bei weiter sinkenden Zuschauerzahlen und der Aussichtslosigkeit, Sponsoren zu finden, sah man sich auf die Dauer im Aufwand- und Organisationsbereich überfordert, Vertragsfußball anzustreben.

Um so mehr muss man den LSC dazu beglückwünschen, dass es ihm gelungen ist, allen Schwierigkeiten zum Trotz, in dieser Zeit ein Amateurniveau, nämlich das der Verbandsliga Südwest, zu erhalten. Das Niveau stand immer noch über dem vieler, traditionsreicher Vereine im Raum Vorderpfalz.

Die eigene Jugend, voraus die A1-Jugend, die seit der Gründung der Südwestliga immer eine gute Rolle spielte, stellte jetzt den Nachschub für die 1. Mannschaft. Nahtlos fanden viele 18-jährige LSC-Talente Eingang in die 1. Mannschaft. Angesichts dieser Tatsache war klar, dass die junge Truppe Einbrüche erleben und diese wegstecken musste. Wertvoll war, dass in dieser Zeit die Mannschaft von Jakob Brunn, einem LSC’ler der von der Pike auf mit den Verhältnissen auf dem Hochfeld vertraut war, geführt wurde.

Ein weiteres wichtiges Ereignis im Leben des LSC war die Aufgabe des Vereinseigentums am Standort der heutigen Hauptschule in den Jahren 1969/70 und der Umzug auf das Gelände der Bezirkssportanlage Gartenstadt. Die Stadt Ludwigshafen nahm dem LSC damit auf der einen Seite die Sorgen um die Erhaltung und die Unterhaltung einer solchen Anlage mit allem „Drum und Dran“, sie entledigte den Verein der Platzwartsorge, die Vorstandschaft konnte sich nun weitgehend allein darauf beschränken, die Anlage organisatorisch mit dem Spielbetrieb auszufüllen, was eine wesentliche Vereinfachung im Geschäftsführungsbereich bedeutete.

Nun aber, kommt bzw. kam das Aber: Verloren hat der LSC mit dem Umzug und dem Verlassen seiner mühsam, mit viel Idealismus aufgebauten, vereinseigenen Anlage einen Großteil seiner ursprünglichen Identität.  Die kompakte Vereinsfamilie, die in ihrem Clubhaus ein unvergessliches Zuhause hatte, löste sich auf der jetzigen Anlage in mehr oder weniger nebeneinander herlebende Gruppen und Mannschaften auf. Vorbei waren die Zeiten der großen Zusammenkünfte unter einem Dach, wo sich nahezu täglich die Gelegenheit bot, mit Vorstandsmitgliedern, den Spielern und Gästen an einem Tisch die Tagesprobleme zu diskutieren. Vor allem auch die Jugend traf es hart. Man müsste es miterlebt haben, wie unbekümmert man schon vom D-Jugendalter im Clubhaus ein- und ausgehen konnte, an Mannschafts- und Jugendversammlungen teilnahm, in das Vereinsleben förmlich eingeschlossen wurde. So fühlte man sich, nach dem Umzug, als jugendlicher gewissermaßen vor die Tür gesetzt, allein schon deshalb, weil in der Vereinsgaststätte plötzlich der Preis für ein alkoholfreies Getränk über dem eines alkoholischen lag.

Sehr abträglich für die Entwicklung des „Vereinsgeistes“ erwies sich auch die geographische Trennung von nur 300m der Wasch- und Umkleideräume von der Vereinsgaststätte. Es hat sich gezeigt, dass es für viele Spieler ein Hindernis bedeutete, sich nach dem Duschen und Umkleiden noch einmal auf den Weg zur Gaststätte zu machen, um im Kameradenkreis der Vereinsfamilie, in geselliger Runde sein Bier zu trinken. Für die „Vereinsseele“ bedeutete der Umzug schon eine tiefe Zäsur, die irgendwie auch zu einem Identitätsverlust führen musste......

Trotz all dieser Probleme gibt es auch Erfreuliches aus dieser Zeit zu berichten. Die erfolgreiche Jugendarbeit, von den Kleinsten angefangen, setzte sich bis zur A-Jugend fort. Diese A-Jugend hatte 1971 Ihren größten Erfolg. Als Südwestmeister trat sie bei der Endrunde der letzten 4 Mannschaften zur Deutschen Meisterschaft der A-Junioren in Fürth an. Gegner in dieser Runde waren der 1. FC Köln, 1.FC Nürnberg und Eintracht Braunschweig. Die große Hitze und vielleicht auch der Respekt vor den großen Namen der Gegner lähmte den Kampfgeist und so musste man sich mit dem 4. Platz zufrieden geben. Trotzdem, der größte Erfolg einer LSC-Jugend.

1971: A1-Jugend, Südwestmeister und Teilnehmer an der Endrunde zur Deutschen Meisterschaft
Hinten v.l.: H.Roder, J.Kühn, G.Gottfried, V.Wippert, N.Baust, W.Noack, W.Krieg, W.Frombach, M.Kunz, E.Hill
Knieend v.l.: R.Vowinkel, G.Schwab, H.Schäfer, H.Krzensinski, G.Roder, N.Haberstroh

Unvergessen auch die Europa-Turniere der B-Jugend von 1966 – 1976 im Südwest-Stadion Ludwigshafen, sowie die Hallenturniere der A-Jugend in der Friedrich-Ebert-Halle.

Ein Spieler aus der LSC-Jugend macht von sich reden: Torwart Jürgen Muche wechselt Anfang der 70er Jahre zum 1.FC Saarbrücken. Seit dem 10. Lebensjahr hat er beim LSC das Fußballspielen erlernt. Als Student in Germanistik und Sport in Saarbrücken nutzte er die Möglichkeit zum Wechsel ins Saarland, wo er neben dem 1. FC Saarbrücken auch für Borussia Neunkirchen spielte. Auf seine hervorragenden Leistungen wurden auch die DFB-Trainer aufmerksam und Jürgen Muche spielte elf mal in der Amateurnationalmannschaft. Am 26. März 1976 heiratete Jürgen Muche in Saarbrücken Hiltrud Neuberger, die Tochter des DFB-Präsidenten.

1972: Torwart Jürgen Muche in Aktion

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Ergebnisse

1. Männer

VfR Frankenthal

Ludwigshafener SC

2. Männer

Ludwigshafener SC II

SV Weisenheim/Sand

A1 Jugend

Ludwigshafener SC

TSG 1846 Bretzenheim

B1 Jugend

Ludwigshafener SC

FC Meisenheim

B2 Jugend

Ludwigshafener SC II

JFV Ganerb

C1 Jugend

TuS Altrip

Ludwigshafener SC

C2 Jugend

1. FC Rheinpfalz JFV

Ludwigshafener SC II

D1 Jugend

FC Speyer 09 II

Ludwigshafener SC

D2 Jugend

FC Arminia Luhafen

Ludwigshafener SC II

D3 Jugend

ASV Maxdorf

Ludwigshafener SC III

E1 Jugend

Ludwigshafener SC

FSV Oggersheim

E2 Jugend

SV Südwest Ludwigshafen

Ludwigshafen SC II

E3 Jugend

FC Arminia Luhafen II

Ludwigshafen SC III

E4 Jugend

Ludwigshafen SC IV

TuS 1891 Flomersheim

F1 Jugend

SV Schauernheim

LSC Ludwigshafen

F2 Jugend

Croatia Ludwigshafen

LSC Ludwigshafen II

F3 Jugend

LSC Ludwigshafen III

SV Südwest Ludwigshafen II

G1 Jugend

ASV Fußgönheim

LSC 1925 Ludwigshafen

G2 Jugend

VfR 1905 Friesenheim II

LSC 1925 Ludwigshafen II

G3 Jugend

VfR 1905 Friesenheim II

LSC 1925 Ludwigshafen III

Kommende Spiele

05.04.2020

10:00

LSC E3

SC Bobenhe.

11:00

JFV Nord-W.

LSC B1

12:00

LSC C2

VfR Franke.

13:00

SV Eintrac.

LSC A1

14:30

LSC B2

SV Ol.Rhei.

15:00

LSC 1

VfB Hasslo.

07.04.2020

19:30

DJK SW Fra.

LSC 2

18.04.2020

14:30

LSC C1

SC 07 Idar.

22.04.2020

18:30

LSC D1

SV Vikt. H.

25.04.2020

09:30

LSC E4

TSG Eisenb.

11:00

LSC D3

SV 1949 St.

12:00

JFV Leinin.

LSC E1

16:30

LSC D2

SG Freinsh.

10.05.2020

11:00

VFR Franke.

LSC E2

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