Chronik: 1940 - 1949

Krieg und Wiederaufbau - 1940 - 1949

Trotz Krieg wurde noch weiter Fußball gespielt. Im Jahr 1940 stellte Jugendleiter Sandreuther mit Betreuer Graner eine Schülermannschaft zusammen.

Schülermannschaft im Jahr 1940
stehend v.l.: Betreuer Graner, Pfeffer, Damm, Mohrhardt, "Orsi" Helmer, Hager, Baust, Stamm, Böhmer, Jugendleiter Sandreuther 
Sitzend: Ackermann, Riemer, Bauer

Auch eine Jugendmannschaft gab es in der Saison 1940/41:

1. Jugendmannschaft des SV Hochfeld 1940/41
Stehend v.l.: Butz, Schnabel, Ruppel, Bauer, Sandreuther, Geller, Haspel, Gowein, Kiefer
Knieend v.l.: Neumüller, Riemer, Grieshaber


Die B-Jugend des ASV Hochfeld wurde im Jahr 1941 Bannmeister durch einen 1:0-Sieg in Iggelheim:

"Bannmeister" 1941: B-Jugend des ASV Hochfeld
Stehend v.l.: Stadler, Hager, Bauer, Süß, Graner, Grieshaber, Mayer, Prell, Helmer
Knieend v.l.: Boller, Sperber, Baust

Im Jahr 1944 wird das Clubhaus an der Abteistraße durch Brandbomben völlig zerstört. Im gleichen Jahr will die Stadtverwaltung auf dem Hochfeldplatz Getreide säen lassen, um zusätzliche Nahrung für die Bevölkerung zu gewinnen. Alle Vorbereitungen sind getroffen, der Jauchewagen hat den Platz bereits gedüngt und die Barrieren sind entfernt, da gelingt es den Jugendspielern Gerhard Sandreuther, Otto Schnetzer und Heinz Ruppel die Behörden umzustimmen: Der Platz wird dem Verein erhalten. In den letzten Kriegswirren konnte jedoch von Fußballspielen keine Rede mehr sein.

1945: Der Krieg ist zu Ende. Bald trifft man wieder alte Sportkameraden, auf andere wartet man noch. Erschüttert liest man die Listen derer, die nicht mehr zurückkehren. Auch aus unseren Reihen sind gute Freunde dabei. Aber das Leben, auch das sportliche Leben, muss weitergehen. Am 16. Oktober 1945 wird der Allgemeine Sportverein Hochfeld neu gegründet. Otto Böhler wird 1. Vorsitzender und das Volkshaus an der Königsbacher Straße wählt man als Vereinslokal. Das Training der Aktiven findet unter Leitung von Hermann Schäfer in den Kellerräumen der Hochfeldschule statt. Die neuen Vereinsfarben sind Rot und Weiß. Mit Beckenbach, Klein Braun, Link, Boller, Ruppel, Schnetzer, Bub, Krieg, Frensch, Frey, Hager, Gottfried, Fauth und Hellmann steht 1945/46 beim ASV Hochfeld die beste Fußballmannschaft Ludwigshafens bereit. Mit ausgezeichneten Spielen wird das Stadtfinale erreicht. Tura Ludwigshafen kann bezwungen werden. Hager, Fauth und Hellmann sind herausragende Stürmer. „Seppl“ Hager gilt in jener Zeit in Ludwigshafen als gefürchtetster Außenstürmer. (Auch später hat er es gerne mit der Außenlinie zu tun – als Linienrichter bei Bundesligaspielen).

Im Spätjahr 1946 erzwingen die Rot-Weißen die Aufnahme in die Landesliga. Der VfR Kaiserslautern muss sich in einem Qualifikationsspiel mit 4:3 beugen. Zu den auswärtigen Spielen fährt man fast ausschließlich mit einem Lastwagen der Firma Schnabel. Freundschaftsspiele werden nur abgeschlossen, wenn der Gegner Wein oder irgend etwas Nahrhaftes als Gegenleistung bieten kann. Umkleideräume gibt es praktisch nicht. Auch bei uns benutzen die Spieler die Privatwohnung der Familie Armbruster in der Fuggerstraße als Umkleidekabine. Aber gerade diese Zeit der Entbehrungen und Improvisationen führt die Menschen, ganz besonders die Sportler, enger zueinander. Jeder versucht dem anderen so gut zu helfen, wie er kann. Die Idealisten sind noch in der Mehrheit. Das Fußballspiel ist in dem all zu grauen Alltag der einzige Lichtblick, die einzige Freude.

Werner Blatz, der sich in dieser Zeit sehr um den Verein bemüht, besorgt unter schwierigen Umständen aus amerikanischen Beständen die erste neue Sportkleidung. Stolz trägt die Hochfeldelf ihren rot-weißen Dress in die Spielzeit 1946/47. Trainiert von Philipp Lenz ist eine neue kampfstarke Mannschaft herangewachsen, die stets um die obersten Plätze der Landesliga mitspielt. Auf Lenz folgen  die Trainer Konrad, Schmidts, Rettelbach und Ormersbach. Mit ihnen beendet die erste Fußballgeneration der Nachkriegszeit ihre sportliche Laufbahn.

Die spielstarke Elf der Nachkriegszeit

Stehend v.l.: Spielausschussobmann Dattinger, Gottfried, Süß, Hager, Hellmann, Schnetzer,
Heinz Dattinger, Reichling, Link sen., Blesch, Trainer Schmidts
Knieend v.l.: Mindl, Sperber, Fauth

VR Bank Rhein-Neckar e.G,ALP ServiceMalerbetrieb HoxhaAutohaus THGDie Haarschneider

Ergebnisse

1. Männer

Ludwigshafener SC

0

FC Bienwald Kandel

5

2. Männer

Ludwigshafener SC II

2

FC Croatia Ludwigshafen

1

A1 Jugend

TuS Koblenz

5

Ludwigshafener SC

2

B1 Jugend

TSV Gau-Odernheim

8

Ludwigshafener SC

5

B2 Jugend

Ludwigshafener SC II

0

1. FC 08 Haßloch

2

C1 Jugend

FC 08 Homburg

2

Ludwigshafener SC

2

C2 Jugend

SV 1930 Rot-Weiss Seebach

2

Ludwigshafener SC II

8

C3 Jugend

Ludwigshafener SC III

1

JFV Leiningerland

3

D1 Jugend

JFV Ganerb

1

Ludwigshafener SC

1

D2 Jugend

Ludwigshafener SC II

1

SG Freinsheim/Weisenheim

1

E1 Jugend

FG 1966 Nord Ludwigshafen

0

Ludwigshafener SC

4

E2 Jugend

SC Bobenheim-Roxheim II

2

Ludwigshafen SC II

1

E3 Jugend

SG Freinsheim/Weisenheim

1

Ludwigshafen SC III

3

E4 Jugend

VfR 1905 Friesenheim II

19

Ludwigshafen SC IV

1

E5 Jugend

Ludwigshafen SC V

8

ASV Mörsch II

5

F1 Jugend

LSC Ludwigshafen

FC Arminia Ludwigshafen

F2 Jugend

LSC Ludwigshafen II

ASV Maxdorf

F3 Jugend

LSC Ludwigshafen III

SG TV Edigheim-BSC Oppau

F4 Jugend

SG TV Edigheim-BSC Oppau II

LSC Ludwigshafen IV

G1 Jugend

LSC 1925 Ludwigshafen

SG TV Edigheim-BSC Oppau

G2 Jugend

ASV 1905 Edigheim

LSC 1925 Ludwigshafen II

G3 Jugend

LSC 1925 Ludwigshafen III

SG VfR 1919 Grünstadt/ SG Unteres Eistal

Besucher

Jetzt Online: 7

Heute Online: 154

Gestern Online: 460

Diesen Monat: 7191

Letzter Monat: 12040

Total: 82976

Sponsoren